3 Geheimtipps für nachhaltigen Erfolg im Hundetraining

Wenn du dich im Hundetraining manchmal fragst wo du nur anfangen sollst, oder wie lange du Dinge noch üben sollst damit es endlich klappt… ich versteh dich, mir gings anfangs auch so. Ich möchte dir mit meiner Geschichte Mut machen und Vertrauen schenken, damit du an dich und deinen Hund glaubst, anstatt an Misserfolgen zu verzweifeln.

Als ich Plouf vor 3 Jahren aus dem Tierheim zu mir geholt habe, durfte ich Sachen hören wie „Lass sie bloß nicht freilaufen, die kommt nicht wieder“ oder „Bretonen lassen sich eh nicht erziehen, die machen was sie wollen“. Und ja, ich hatte zu Anfangs viele Schwierigkeiten all den Anforderungen gerecht zu werden, die unsere Gesellschaft an Hund und ihre Halter stellt.

Wenn ich heute mit Plouf spazieren gehe, dann hören wir Sätze wie „Ja so ein gut erzogener Hund“ oder „Ist der aber brav“. Hier anzukommen macht mich unglaublich stolz und erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Vor allem weil ich, entgegen allen vermeintlich guten Ratschlägen von Außen, meinen eigenen Weg gegangen bin.

Ein Weg geprägt von Liebe, Vertrauen und (gezwungener Maßen) gaaaaanz viel Geduld. Und auch wenn es nicht immer einfach war, denn es war nicht der Weg zu schnellem kurzfristigem Erfolg, kann ich heute mit absoluter Klarheit sagen, dass es sich 1000-fach ausgezahlt hat. Denn die Verbindung die wir jetzt haben ist einfach unbezahlbar. Hier also unsere 3 Geheimtipps für eine starke Bindung und nachhaltigen Erfolg im Hundetraining.

1. Liebevoller Umgang im Hundetraining

Ein respektvoller und liebender Umgang ist meiner Meinung die Grundlage einer jeden langfristig wohltuenden Beziehung. Egal ob Freunde, Familie, Partner, Kollegen oder Tiere. So sehe ich auch im liebevollen Miteinander zwischen Mensch und Hund die Basis eines fruchtbaren Trainings und von langfristigem nachhaltigem Erfolg im Zusammenleben.

In diesem Sinne behandle ich Plouf so wie ich gern auch von allen anderen behandelt werden möchte. Ich begegne ihr mit Liebe und Wertschätzung und versuche täglich ihr Leben mit kleinen Freuden zu versüßen.

Wir pflegen ein freundliches und respektvolles Miteinander. Ich bedanke mich bei ihr regelmäßig für die schönen Moment, die wir gemeinsam erleben dürfen. Wenn ich sie in eine für sie doofe Situation bringe, bitte ich sie um Entschuldigung. Und jedes Lob das ich ihr ausspreche kommt immer von Herzen und ist begleitet von einem warmen Gefühl von Liebe und Stolz.

Genauso viel Liebe wie ich Plouf entgegen bringe, erlaube ich mir aber auch selbst. Das heißt ich kümmere mich nicht nur aufopfernd um das Wohlergehen des Hundes, sondern auch um mein eigenes. Die nötigen Regeln und Grenzen, werden zu unser Beidem höchsten Wohl umgesetzt und respektiert.

2. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Anfangs haben wir ganz viel mit Management gearbeitet, das heißt ich hab schwierige Situationen so umgangen, dass sie wieder machbar wurden. Dadurch hab ich viel auch über Plouf und ihr Konfliktmanagement gelernt, und ihr gleichzeitig aufgezeigt, dass wir gemeinsame Alternativen finden können. Es sind super schöne Methoden entstanden, die Plouf jetzt von sich aus nutzt, und die ihr außerdem viel Selbstwirksamkeit schenken.

Ganz wichtig ist zu verstehen, dass das Vertrauen beidseitig sein muss. Es geht nicht darum, dass nur du dich auf deinen Hund verlassen kannst. Natürlich wünschen wir uns alle, dass der Hund verlässlich kommt, wenn wir ihn rufen, oder generell das tut was wir ihm sagen. Allerdings kann das nur klappen denk ich, wenn auch der Hund sich bedingungslos auf dich verlassen kann. Dies gibt dem Hund die nötige Sicherheit für einen entspannten Alltag und ein fruchtbares Training.

Und da sich tiefes gegenseitiges Vertrauen nicht von heut auf morgen entwickelt, komme ich zum letzten meiner 3 Geheimtipps: Geduld! In der Ruhe liegt ja bekanntlich die Kraft und ich wünsche dir hierzu ganz viel Vertrauen, dass die Dinge sich entwickeln werden, wenn die Zeit reif ist.

3. Mit Geduld und Leichtigkeit zum Erfolg

Zugegeben die Geduld wurde mir mehr „aufgezwungen“, als dass ich mich bewusst dafür entschieden hätte. Geduld ist nicht meine Stärke. Aber aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es sich auszahlt wenn du dir und deinem Hund die Zeit dafür gibst, um zusammenzuwachsen und die Dinge zu dir kommen zu lassen.

Viel zu oft versuchen wir den Erfolg zu erzwingen. Wir erwarten, dass das Training in kürzester Zeit Früchte trägt. Denn gesellschaftlich gesehen ist es einfach noch sehr viel so, dass ein Hund einfach zu gehorchen hat. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Kooperation nicht erzwungen werden sollte. Du darfst aber darauf vertrauen, dass das Training von ganz alleine erfolgreich sein wird, wenn die Zeit reif dafür ist. Und zwar dann, wenn die Liebe und das gemeinsame Vertrauen so stark sind, dass der Hund von sich aus mit dir arbeitet und das gewünscht Verhalten von sich aus anbietet

Nie den Mut verlieren

Du merkst also, dass meine Key-Learnings der letzten Jahre nichts mit den richtigen Trainingssnacks oder dem passenden Zubehör zu tun haben. Meiner Erfahrung nach helfen die besten Übungen nichts, wenn diese 3 grundlegenden Punkte nicht gegeben sind.

Wir sind fast alle dazu verleitet uns eine schnelle und einfache Lösung zum Ziel zu wünschen. Aber der ideale Weg war für mich das individuelle Training mit ausgebildeten Hundetrainern, gepaart mit bedingungsloser Liebe, Vertrauen und ganz viel Geduld.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich qualifizierte Trainer an meiner Seite hatte, die mir das nötige Know-How mitgegeben haben, um mit positiver Verstärkung gezielt zu trainieren. Aber ich weiß, dass die Kraft dieses Wissens vervielfacht wird, wenn man aktiv und voller Hingabe an der Bindung zu seinem Hund arbeitet. Glaub an dich und deinen Hund, sei geduldig, schaffe einen liebevollen Rahmen in dem gegenseitiges Vertrauen entstehen kann und du darfst das schönste Leben mit deinem Hund leben, das du dir vorstellen kannst.

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